[Rezension] The Promise – Der goldene Hof – von Richelle Mead

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Inhalt:
Elizabeth ist eine Gräfin – mit Titel und allem Drum und Dran. Nur ist sie komplett verarmt und lebt mit ihrer Grossmutter im letzten übriggebliebenen Haus aus dem Familienbesitz. Ihre Eltern sind tot. Sie bekommt zufällig mit, wie einem ihrer Dienstmädchen eine spezielle Ausbildung angeboten wird – eine Möglichkeit, in einem anderen Land eine glanzvolle Hochzeit zu feiern und in eine höhere Gesellschaftsschicht aufzusteigen. Da sie selbst kurz davor steht, einen grässlichen Fast-Cousin zu heiraten, tauscht Elizabeth die Identität mit ihrer Zofe und schickt diese nach Hause, während sie selbst die Gelegenheit ergreift, am Goldenen Hof eine Ausbildung zu geniessen. Dort muss sie sich verstellen, um nicht zu verraten, dass sie aus der Oberschicht stammt. Gleichzeitig lernt sie von ihren neuen Freundinnen aus der Arbeiterschicht so einiges Nützliches, bei dem sie sich erstmal nicht so geschickt anstellt. Cedric, der die Mädchen angeworben hat, kennt ihr Geheimnis und sie weiss lange nicht, ob sie ihm tatsächlich vertrauen kann – doch gleichzeitig fasziniert er sie und dieses Gefühl ist mehr als nur ein bisschen gegenseitig.

Meine Meinung:
Ich fiebere selten einem Buch entgegen. Meistens warte ich ein wenig ab und kaufe das Buch dann. Dieses jedoch musste ich am 29.9. sofort holen. Einerseits waren das die Vorab-Meinungen anderer Leserinnen, andererseits das wundervolle Cover und der geheimnisvolle Klappentext.
Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich mir nicht sicher war, ob ich das Buch mögen würde, da ich von Richelle Mead ihre Vampir-Reihe gelesen habe und mir dieser kaum warm geworden bin. Aus diesem Grund habe ich ein wenig gezögert und dann doch sofort zugegriffen, als ich das Cover gesehen habe.
Nun, und ich muss sagen, dass ich nicht ganz so zackig vorangekommen bin, wie ich das erwartet hatte. Irgendwie bin ich in letzter Zeit oft müde und dann schaff ich es nicht einmal mehr zu lesen. Gleichzeitig habe ich das Buch ins Herz geschlossen und gemocht, sodass es mir nicht ganz so schwer fiel, wie gedacht. Der Schreibstil, den Mead verwendet, ist eigentlich richtig toll, fesselnd und sehr detailreich, sodass man sich Charaktere und Schauplätze sehr gut vorstellen kann. Daran lag es also auch damals bei den Vampirromanen nicht (ich mag einfach keine Blutsauger – sorry). Nun, die Geschichte entwickelt sich nicht allzu schnell, sondern baut langsam aufeinander auf, ist aber dadurch auch nicht wirklich vorhersehbar, da auch der Klappentext sehr gut geschrieben ist, um neugierig zu machen, ohne etwas zu verraten. Es passieren deswegen noch einige überraschende Wendungen. Ich hätte mir am goldenen Hof fast noch mehr Details zu Ausbildung und so weiter gewünscht, es wird da auch nicht ganz so viel Spannung zwischen den einzelnen Kandidatinnen aufgebaut, wie man das könnte. Es besteht also noch etwas mehr Potenzial.
Anscheinend ist das Buch ein Dreiteiler (wie so meist irgendwie). Das freut mich insofern, da ich gerne wieder in diese fantastische Welt zurückkehren würde und auch noch mehr darüber erfahren möchte. Ich vergleiche natürlich solche Bücher gerne mit Selection und fand, dass man da noch mehr Hintergrundwissen und Infos über die Geschichte des Handlungsortes einbauen könnte.

Meine Empfehlung:
Wer Richelle Mead schon kennt (und vor allem mag), der wird auch dieses Buch gut finden. Ihr Schreibstil ist wirklich nicht schlecht und sie kann eine ganze Welt lebendig werden lassen. Dazu kommt, dass das Buch tatsächlich dazu auffordert, sich richtig darin zu vertiefen und sich auf die Geschichte einzulassen. Ich kann diese Geschichte empfehlen an alle Frauen, die Bücher wie Selection oder Die rote Königin oder das Juwel gemocht haben. Sie ist ein bisschen anspruchsvoller vom Schreibstil her als die genannten Bücher und ich habe etwas länger daran gelesen, aber bereut habe ich es wirklich nicht.

Mein Highlight:
Das ist für mich echt schwer zu sagen. Ich fand es aber auf jeden Fall spannend, dass Elizabeth am goldenen Hof auf Mädchen getroffen ist, die zuvor ihre Bediensteten waren und die von der Schicht her ziemlich weit weg von ihr sind. Dennoch hat sie mit ihnen mehr gemeinsam als sie denkt und sie muss erkennen, dass nicht alleine diese Mädchen von ihr lernen können, sondern dass auch sie von ihnen lernen kann. Ich hätte mir hier gewünscht, noch mehr von ihren Gedankengängen zu erfahren, denn es war für mich nicht klar, wie sie diesen Mädchen gegenüber steht. Ist sie eher arrogant oder doch eher schüchtern oder wie fühlt sie sich da? Ich fand die Konstellation auf jeden Fall sehr eindrücklich, auch weil sie merken musste, dass es einiges gibt, was sie selbst eigentlich gar nicht kann.

Das Cover:
Ich muss sagen, dass das Cover hier das dickste Argument war, das Buch zu kaufen. Ich wollte schon lange wieder einmal ein Buch kaufen und dann lag es einfach nahe, weil die Frisur und alles so schön ist und die Farben sich so abheben von allem, was bisher in diese Richtung erschienen ist. Es ist speziell und doch wieder ähnlich, sodass ich von Anfang an wusste, dass hier etwas märchenhaftes, romantisches auf mich wartet.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Für mich ist ganz klar, dass dieses Buch behalten wird. Es hat in meinen Augen zwar einige Schwächen, aber ich finde, dass die Nachfolgebände auf jeden Fall dazu gehören und ich diese unbedingt lesen muss. Das Buch kommt zu all meinen Lieblingen ins Regal und ich werde es immer wieder anschauen.

Die Autorin:
Richelle Mead wurde vor allem durch ihre Vampire Academy berühmt. Mit ‚Promise‘ wagt sie sich in eine neue Richtung, etwas weg von der komplett fantastischen Vampirwelt und bleibt dennoch ihren märchenhaften Geschichten treu. Sie sieht meiner Meinung nach mit ihren roten Haaren übrigens selbst ein wenig aus wie eine Hexe, aber daneben einfach total sympathisch, weshalb ich sie ganz gerne mal treffen würde. Sie ist inzwischen vierzig und lebt in Michigan. Einzelne ihrer Vampirbücher wurden bereits verfilmt.

Links:
Hier könnt ihr das Buch bestellen.
Hier kommt ihr zur Webseite von ONE, die das Buch herausgegeben haben.

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