[Rezension] Sieh mich an – von Natasha Friend

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Inhalt:
Die wunderschöne Alexa hat alles: Eine tolle Clique, eine unkomplizierte Familie, einen perfekten Freund und ein hübsches Gesicht. An einem Abend verliert sie alles. Ihre beste Freundin und ihr Freund betrügen sie, sie fliegt durch eine Windschutzscheibe und ihre Schönheit ist von Narben entstellt. Lange Zeit geht sie nicht mehr zur Schule und fragt sich, was denn jetzt noch zählt, bis sie neuen Mut fasst und sich trotz ihrer Unperfektheit dem Leben wieder stellt. Welche Werte zählen jetzt für sie?

Meine Meinung:
Alexa hat mich ein wenig genervt. Sie hat einfach alles und keinerlei Sorgen. Logisch ist es scheisse wenn das alles auf einmal dahin ist, aber schlussendlich ist sie am Leben und mehr oder weniger gesund, plus hat sie immer noch eine Familie, die probiert, es ihr Recht zu machen. Dennoch war die Geschichte gut, weil sie zeigt, wie vergänglich Leben, Schönheit und auch Freundschaft sein kann. Ich habe sie mit Spannung verfolgt und auch die Puzzleteile die sich durch Rückblicke in die Vergangenheit zusammenfügen, fand ich sehr spannend und wertvoll. Am Besten aber ist die Veränderung, die die Protagonistin macht – in der Beziehung zu sich selbst und in der Beziehung zu ihrer Umwelt. Das ist sehr gut beschrieben und vor allem auch nachvollziehbar. So fand ich sie dann gegen Schluss nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang. Ich habe auch eine ganze Weile gebraucht, bis ich überhaupt richtig von der Geschichte gefesselt war. Die spannendsten Teile sind tatsächlich diejenigen rund um den Unfall, danach ist es viel zwischenmenschlicher Kram, der aber auch sehr wichtig ist für die Geschichte. Ihr wisst ja, wie die Menschen sind, wenn es um Sensationen geht. Es fesselt einen einfach mehr als alles andere.

Mein Highlight:
Das ist die Freundschaft zwischen Alexa und Taylor. Sie sind beste Freundinnen bis Taylor fast Lexis Leben zerstört. Dennoch endet es überraschend für die beiden und in meinen Augen überraschend schön! Ich weiss allerdings nicht, ob es so geendet hätte, wenn ich eine der beiden Mädels gewesen wäre.

Meine Empfehlung:
Wer dieses Buch liest, sollte keine ähnlichen Erfahrungen gemacht haben wie Alexa. Ich kann mir vorstellen, dass diese Geschichte sonst sehr viele Flashbacks auslösen kann. Ansonsten ist es zwar ein Mädchenbuch, man sollte aber doch einigermassen gute Nerven haben, da doch so einiges nicht so Tolles passiert. Grundsätzlich liest sich das Buch besser, wenn man eine Weile Zeit hat, sich darauf zu konzentrieren, als wenn man immer wieder einige Seiten liest.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Meine Nachbarin hat das Buch bei sich ausgemistet. Ich denke auch nicht, dass ich es behalten werde, also bin ich offen für alle, die es gerne haben möchten.

Das Cover:
Es ist ein schönes Mädchen abgebildet und es sieht so aus, als wären Stücke aus ihrem Gesicht herausgerissen worden. Für mich ist das eine total gute Illustration zu dem, was Alexa passiert ist, ohne dass das Buch zu krass wirkt. Die Rosatöne passen sowohl zur Protagonistin, als auch zur Zielgruppe des Buches.

Die Autorin:
Natasha Friend wurde 1972 im Staat New York geboren. Da es in ihrem Haus keinen Fernseher gab, las sie sich schon früh durch stapelweise Bücher. Nach ihrem Studium zog sie nach Boston und begann Jugendromane zu schreiben. »Sieh mich an« ist ihre erste Veröffentlichung in deutscher Sprache.

Links:
Hier könnt ihr das Buch bestellen.
Hier kommt ihr zum Carlsen-Verlag, der das Buch herausgegeben hat. 

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