[Rezension] Rocky Mountain Snow – von Virginia Fox

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Inhalt:
Astrid und Mouse sind die Protagonisten dieses Buches und sie könnten verschiedener nicht sein – zumindest auf den ersten Blick. Sie ist eher ein Mauerblümchen, Apothekerin und überdurchschnittlich klug. Er ist Biker, auf den ersten Blick ohne richtigen Beruf. Dass er heimlich Bücher schreibt, das braucht niemand zu wissen. Dass sie heimlich Motorrad fährt, geht ebenfalls niemanden etwas an.

Sie ziehen zum ersten Mal richtig an einem Strang, als die Leute, die in den Trailerparks von Independence hausen, dringend Hilfe benötigen und Astrid sich in den Kopf gesetzt hat, ihnen nicht nur diese Hilfe zu leisten, sondern auch noch ein schönes Weihnachten zu bescheren. Mouse kann nicht anders, als sie zu unterstützen, besonders da er sich in den Kopf gesetzt hat, ihr Herz zu erobern. Doch es braucht mehr als sie zwei, um dieses Projekt auf die Beine zu stellen und die ganze Stadt ist gefragt – wer wird mitmachen und wer wird diese schönen Pläne sabotieren?

Meine Meinung:
Ich durfte im Rahmen dieser Buchparty zum ersten Mal ein Buch von Virginia Fox lesen. Das ist insofern ein bisschen erstaunlich, da Virginia genau wie ich Schweizerin ist und da diese Reihe in einer meiner liebsten Gegenden auf der Welt, in den Rocky Mountains angesiedelt ist. Ich habe immer mal wieder auf anderen Blogs Rezensionen dazu entdeckt und gelesen, doch kam nie dazu, selbst eines ihrer Werke zu lesen.

Band 13 ist nicht die schlechteste Möglichkeit, in die Reihe einzusteigen. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen, aber natürlich tauchen altbekannte Gesichter immer wieder auf und machen auch neue Leser neugierig, in die Vergangenheit zu reisen und mehr über sie zu erfahren.

Ich fand das Buch von der ersten Seite an sehr warmherzig – es ist gewissermassen ein Weihnachtsroman, der gleichzeitig allen Schnee zum schmelzen bringt. Er wartet auf mit einer Menge toller Charaktere, darunter auch solche, die nur nebenbei erwähnt werden und einem dennoch das Herz aufgehen lassen. Natürlich entstehen auch zwischenmenschliche Spannungen, die mir irgendwie aus dem Alltag ganz schön bekannt vorkamen. Die Autorin zeichnet also kein verklärtes Bild von Friede, Freude, Eierkuchen, sondern sie ist wirklich einfach eine realistische Schreiberin mit einem guten Auge fürs Detail.

Im Laufe dieser Buchaktion auch noch im Schnelldurchlauf Band eins bis zwölf kennenzulernen fand ich ebenfalls praktisch und dies hat mich nur noch mehr davon überzeugt, dass ich auch diese unbedingt lesen möchte. Von mir eine unbedingte Empfehlung für diese Reihe! Es lohnt sich definitiv in die Rocky Mountains zu reisen mit Virginia Fox.

Ich habe die Reihe Rocky Mountain von Virginia Fox immer wieder angetroffen und muss sagen, dass sie mich zwar angesprochen hat, ich aber leider nie dazu gekommen bin, sie zu lesen weil es sich dabei um eBooks handelt. Leider habe ich einfach zu wenig Zeit dafür. Doch als diesmal eine tolle Buchparty ausgeschrieben war, konnte ich nicht Nein sagen und habe mich sofort gemeldet, um dieses Buch zu lesen. Ich finde man merkt relativ bald, dass es hier so unglaublich viele Charaktere zu entdecken gibt, dass Band 13 wohl schon einige Vorgänger hat, die zu lesen es sich ebenfalls lohnt. Dennoch ist es kein Problem, diesen Teil auch unabhängig der anderen zu lesen. Ich fand Astrid sofort nett, auch wenn der Name irgendwie – nicht ganz passt. Sie fährt auf einem Motorrad – welche Astrid und Apothekerin tut so etwas? Nun trotzdem habe ich sie sofort ins Herz geschlossen und das Buch beginnt auch sofort mit einem tollen Einstieg, sodass man die Hauptcharaktere rasch kennenlernen kann. Mouse hingegen war mir eine Weile lang nicht richtig greifbar, ich kann nicht sagen, was es war, das mich daran gehindert hat, sofort mit ihm warm zu werden aber ich denke ich habe ihn einfach nicht gleich so kennenlernen können wie Astrid.

Ein weiteres Highlight für mich war der Ort Independence. Es handelt sich dabei um eine süsse Stadt – irgendwo in den Rocky Mountains. Schon das Cover hat bei mir Winterstimmung ausgelöst. In solchen Momenten und besonders wenn das Buch so gut geschrieben ist wie dieses hier, habe ich immer das Bedürfnis an den Ort des Geschehens zu reisen und diesen selbst unter die Lupe zu nehmen. Independence war mir auf jeden Fall auf Anhieb sympathisch und auch die meisten seiner Bewohner.

Für mich hat dieses Buch übrigens eine ganze Ladung Weihnachtsfeeling mitgebracht. Nur schon das süsse, verschneite Cover reicht, um einen daran zu erinnern, dass es nur knapp einen Monat dauert, bis wieder die Kerzen angezündet werden. Für mich gibts dieses Jahr kein Weihnachten (mein Geburtstermin ist am 22.12.), umso mehr freue ich mich, wenn meine Bücher mir da ein wenig aushelfen. Während ich gelesen habe, hat übrigens die Sonne draussen geschienen und man konnte ohne Jacke spazieren gehen – aber wer wird es schon so genau nehmen. Zugute kam mir auch, dass ich während der Lesezeit selbst an einem Weihnachtsroman geschrieben habe.

Was mir beim Lesen dieser Geschichte aufgefallen ist, war, dass die Autorin manchmal plötzlich Wiederholungen verwendet. Das kam auf der selben Seite manchmal bis zu drei Mal vor, danach war es wieder ewig lange super. Ich denke also dass hier im Lektorat das eine oder andere übersehen wurde. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, aber ich bin dennoch darüber gestolpert leider.

Ansonsten fand ich die Kleinstadt total sympathisch und besonders diese Biker-Grupperiung und die Trailerparks, die hier und bestimmt auch schon in Vorgängerbänden zum Thema werden, machen eine besondere Mischung aus. Wie in jedem Dorf gibt es nämlich auch die alten, fremdenfeindlichen Tratschtanten, die einem alles vermiesen wollen.

Das Cover:
Wie ich schon erwähnt habe, hat mir das Cover richtig gut gefallen. Ich mag zwar kein Schnee, Eis und Winter, aber Weihnachten eben schon. Ich weiss, ein bisschen seltsam. Eigentlich einmal richtig viel Schnee, dann Schlittenfahren und Weihnachtsbaum und Geschenke und dann könnte der Frühling wieder kommen. So zumindest wäre das ideale Jahr bei mir. Dennoch hat mich dieses Cover sofort angesprochen und mein Herz erwärmt. Ich würde das Buch auch im Laden sofort zur Hand nehmen und wahrscheinlich auch kaufen. Was ich bisschen unnötig finde ist, aufzuschreiben um welches Paar es in dem Buch geht. Irgendwie ist das cool, wenn ich jetzt andere Rezensionen anschaue und dort sehe um welche Personen aus diesem Buch es geht, aber gleichzeitig nimmt es auch ein wenig die Spannung, da zumindest Kapitel 1 von Band 13 andeutet, dass es um eine Dreiecksgeschichte gehen könnte in dem Buch. Da wird dann doch ein wenig Überraschung vorweggenommen. Dennoch ein wunderschönes Cover, das ich mir auch ins Regal stellen würde.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Damit kann nicht allzu viel passieren, da es nur ein eBook ist leider. Ich werde es sowieso behalten und vielleicht vielleicht kommen noch zwölf Vorgängerbände dazu – zumindest ein Teil davon auf jeden Fall. Zu gern wüsste ich, wie die Reihe angefangen hat und wer sich auf welche Art und Weise kennengelernt hat. In die Vergangenheit all dieser toller Charaktere einzutauchen ist genau das, was ich mir wünsche und worauf ich mich freue. Und wer weiss – vielleicht gibt es die Reihe eines Tages doch noch als Taschenbuch!

Mein Highlight:
Das ist diese Reihe an und für sich. Ich habe mich damit in die Rocky Mountains versetzt gefühlt und davon jede Sekunde genossen. Ich finde es nicht schlimm, erst mit Band 13 angefangen zu haben und werde deswegen auch die Vorgänger geniessen.

Meine Empfehlung: 
Das Buch ist irgendwie Chicklit. Wer Robyn Carr oder Susan Mallery mag, ist hier richtig. Man sollte sich aber darauf einlassen können und mit einer Menge Fernweh rechnen! Das Buch eignet sich perfekt für einen eingekuschelten Abend im Bett oder auf dem Sofa!

Die Autorin:
Das Buch erscheint am 28. Dezember 2017 und soll das Weihnachtsfeeling für die Fans von Virginia Fox ein wenig verlängern. Mit 215 Seiten hat das Buch eine gute Länge, um damit die Nachweihnachtstage zu verbringen.

Während der erste Rocky-Mountain-Band im 2015 erschienen ist, hat es die Autorin geschafft, sich seit dem eine breite Fangemeinde aufzubauen, die auch im März 2018 auf Band 14 der Serie hinfielen wird.

Die Serie lässt sich im Genre Romantik/Spannung einordnen und beschreibt neben dem standardmässigen Pairing auch stets das Leben in der Kleinstadt Independence, wo keineswegs ständig Friede, Freude und Eierkuchen herrschen.

Die Autorin Viginia Fox wurde 1978 geboren und hat zwei grosse Leidenschaften: Bücher und Pferde. So ist es kein Wunder, dass auch letztere immer wieder einen Platz in ihren Romanen finden. Sie lebt mit Tochter, Australian Cattle Dog und einem Kater in Zürich.

Links:
Hier könnt ihr das Buch bestellen.
Hier kommt ihr zur Webseite der Autorin:

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