[Rezension] Mit dem Schreiben anfangen – von Hanns-Josef Ortheil

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Inhalt:
In diesem vom Duden-Verlag herausgegebenen Büchlein sollte sich alles darum drehen, wie man denn nun damit beginnt: Mit dem kreativen Schreiben. Der Autor beschreibt dabei, wie man damit anfängt, einen Schreibplatz einzurichten, das passende Schreibgerät und Papier zurechtlegt, unterwegs studiert, was die Mitmenschen machen und daraus dann selbst beginnt, Szenen und Charaktere zu entwickeln. Zum Schluss soll man ein kreatives Schreibgenie sein.

Meine Meinung:
Ich habe mir von diesem kleinen Büchlein wirklich viel versprochen. Als es mir vom Verlag angeboten wurde, war ich richtig happy damit. Doch tatsächlich war ich schon auf den ersten Seiten nicht mehr Überzeugt vom Konzept dieses Ratgebers. Zuerst einmal: Die Gestaltung finde ich richtig toll, das Buch fühlt sich gut an, hat eine praktische Handtaschengrösse und eine Dicke, bei der man sich denkt, dass man sie zwischendurch noch schaffen und durchlesen kann. Doch damit waren die positiven Punkte für mich auch gereits mehrheitlich abgehakt. Denn das Buch liest sich unglaublich schwerfällig, bedient sich tausender Zitate, die allesamt keinen Sinn machen und schlussendlich sind einzig die Übungen am Ende der Kapitel noch einigermassen brauchbar. Ich muss gestehen dass ich irgendwann nach dem 5. oder 6. Kapitel damit aufgehört habe, allzu detailliert zu lesen. Die Sprache ist altmodisch und die ganze Aufmachung alles andere als kreativ. Was genau dieser Schreibratgeber bringen soll, habe ich nicht ganz verstanden. Ein ganzes Kapitel dreht sich um die Auswahl des richtigen Stiftes, ein weiteres um die Papierwahl. Ich meine – wozu in unserer heutigen Zeit? Ich schreibe auch gerne von Hand aber der Erfolg meiner Projekte hängt in keinem Fall davon ab, ob ich das mit Bleistift oder Kulli tue – sorry. Ich war einfach irgendwie nicht auf diese Sorte Buch vorbereitet und ich frage mich, ob man diese schwerfällige, langfädige Sprache tatsächlich als Vorbild nehmen sollte, wenn man damit anfängt, kreativ zu schreiben. Meine Antwort in diesem Fall ist Nein.

Mein Highlight:
Das war einerseits die Aufmachung des Buches, Grösse, Papierqualität, Cover und Lesebändchen. Andererseits gibt es einige wenige Schreibübungen, die man tatsächlich gebrauchen kann und die ich auch ganz gerne gemocht habe, beziehungsweise meist schon aus anderen, renommierten Schreibratgebern gekannt habe.

Meine Empfehlung:
Ich kann das Buch nicht wirklich weiterempfehlen. Ich weiss nicht, ob man daraus einen Nutzen ziehen kann, wenn man fünfzig oder älter ist und dann mit dem Schreiben beginnen will, aber ich tendiere sogar da dazu, dass es keinen Sinn macht, dieses Buch zu lesen. Besser man schreibt einfach drauflos, als damit Zeit zu verschwenden.

Das Cover:
Dem habe ich nicht allzu viel Gewicht beigemessen, schliesslich ist es ein Ratgeber und stammt aus einer Reihe, wie man hier auch leicht sehen kann. Ich hätte eher wegen dem Titel als wegen dem Design danach gegriffen, aber so soll es ja schliesslich auch sein. Ich bereue inzwischen allerdings, mich vom Titel fehlleiten lassen zu haben.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Ich weiss es wirklich nicht. Möchte das jemand noch?

Der Autor:
Hanns-Josef Ortheil ist 66 Jahre alt und stammt aus Köln. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Germanist und Hochschullehrer. Er ist unter anderem als Professor an diversen europäischen Unis tätig und auch Teil eines Projektes, das junge Schriftsteller fördern und weiterbringen soll.

Links:
Hier könnt ihr das Buch bestellen.
Hier kommt ihr zum Duden-Verlag, der das Buch herausgegeben hat. 

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