[Rezension] Feuer und Feder – von Kathy MacMillan

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Inhalt:
In Quilara, einem mächtigen Königreich, ist das Lesen und Schreiben der Oberschicht vorbehalten. Umso mehr freut sich Sklavin Raisa, dass sie als Tutorin des nächsten Königs ebenfalls diese Chance erhält. Beim Unterricht lernt sie den Kronprinzen Mati kennen und lieben – eine verbotene Verbindung. Hilflos muss sie zusehen, wie er einer anderen versprochen wird. In diesem Augenblick bitten die Rebellen sie um Hilfe – sie soll die Sklaven ein für alle Mal befreien und jedem Menschen das Lesen und Schreiben ermöglichen.

Meine Meinung:
Als Leseratte und Möchtegern-Autorin war dieses Buch einfach ein Must-Read für mich. Eine Welt, in der das Lesen und Schreiben der Oberschicht vorbehalten ist – was für eine Erfindung. Ich stelle es mir sehr grausam vor, ohne diese beiden Dinge zu leben. Ich habe dieses Buch erhalten und war sofort voll scharf darauf, es zu lesen. Natürlich gab es wie immer ein, zwei andere Bücher, die zuerst drankommen wollten, doch ich konnte nicht lange widerstehen und habe mich kopfüber in diese packende Geschichte gestürzt und es keine Sekunde lang bereut. Ich würde sogar behaupten, schon lange nicht mehr so viel Freude beim Lesen eines Buches gehabt haben. Die Welt ist so wundervoll detailliert gestaltet und ausgearbeitet, dass ich sie mir richtig gut vorstellen konnte, Klima inklusive. Es fällt mir mal wieder schwer, hier noch mehr zu schreiben, weil das Buch einfach echt schön war. Die Charaktere waren mir sympathisch, die einzelnen Positionen der Menschen in der Gesellschaft waren sehr gut beschrieben und agieren gut miteinander. Irgendwo im zweiten Drittel des Buches kommen richtig viele Personen vor, sodass man zwischendurch gern mal den Überblick verliert, wer denn nun gut ist oder nicht, aber das macht das Leseerlebnis eher spannender, denn verwirrender. Das Finale ist fulminant und auch so beschrieben. Genau das, was man sich von einem packenden Roman wünscht.

Mein Highlight:
Das ist die plötzliche Verschmelzung von Fiktion und Realität im Buch. Es geht um eine Göttin, deren Geschichte immer nebenbei erzählt wird. Dass sie plötzlich richtig auftauchen würde, damit hätte ich nicht gerechnet, fand ich aber sehr toll!

Meine Empfehlung:
Wer einen schönen Fantasyroman zu schätzen weiss und gerne liest, wird dieses Buch genau so mögen wie ich auch. Es nimmt einen mit auf eine Reise und beschäftigt einen länger als nur ein paar Stunden. Es ist schön dick und hält einfach eine tolle Story bereit.

Das Cover:
Das finde ich richtig gelungen. Es ist ein wenig altmodisch, aber es passt sowohl zum Inhalt als auch zum Titel. Wirklich eine schöne Gestaltung, die ich auch im Landen sofort zur Hand genommen und gekauft hätte.

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Ich bin die einzige Leserin solcher Geschichten in meinem Umfeld. Deswegen werde ich es einfach behalten und in meinem Regal ab und an bewundern.

Die Autorin:
Kathy MacMillan ist Schriftstellerin und Bibliothekarin, sowie Geschichtenerzählerin und Dolmetscherin für Taubstumme. Sie war schon immer von der Sprache unglaublich fasziniert, weshalb sich auch ihr erster Roman damit beschäftigt.

Links:
Hier kannst du das Buch bestellen.
Hier kommst du zum Beltz-Verlag, der das Buch herausgegeben hat.

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