Leben in einem Land ohne Buchpreisbindung

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Wie ihr wisst, stamme ich aus der Schweiz – dem Land ohne Buchpreisbindung. Das finde ich eigentlich gar nicht so schlecht, auch wenn ich natürlich die Vorteile der Preisbindung kenne. Nun, hier also mal ein Preisvergleich für euch, damit ihr seht, dass sich das in der Schweiz durchaus lohnt. Der Beitrag ist ein bisschen älter und vor einigen Jahren bereits auf meinem eigentlichen Buchblog erschienen. Dennoch finde ich ihn weiterhin spannend und zeige ihn deswegen hier.

Inzwischen habe ich ‚Das Lied von Eis und Feuer‘ bereits durch – komplett durch alle zehn Bände. Ich habe beim nochmaligen Prüfen der Preise entdeckt, dass diese tatsächlich gestiegen sind – weil sich das Buch so gut verkauft hat, kann nun der Verlag und die Buchhändler mehr Gewinn damit machen. Das wäre mit Preisbindung übrigens nicht möglich.

Was immer noch gleich ist, ist die Reihenfolge von den Shops in Sachen Preise – da hat sich nichts geändert. Doch nun zu meinem Vergleich.

Und zwar habe ich mir in Deutschland den ersten Band vom Fantasy-Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ gekauft. Parallel habe ich auch begonnen, mir die Serie anzusehen. Beides finde ich einfach genial. Und deswegen hat es auch nur zwei Wochen gedauert, bis Band zwei an der Reihe war. Und diesen wollte ich natürlich möglichst günstig erwerben. Mir ist es bei solchen Büchern wichtig, sie selber zu besitzen und mir ins Regal stellen zu können. Schliesslich sind es keine Schundromane, die in zwei Tagen gelesen sind. Nun, hier kommen meine Vergleiche, mit Screenshot zum Beweis:


Alle Preise sind in Schweizer Franken.

Auf Platz 1 liegt Exlibris. Der Preis ist ungeschlagen und zudem kommen hier keine Versandkosten hinzu, was einfach toll ist. Exlibris liefert schnell und so wird das Buch bald in meinem Briefkasten sein. Zudem sind die Bücher meistens reduziert, was richtiggehend zum Marathon-Lesen auffordert.

Auf Platz 2 kommt der Weltbild-Verlag. Da bestelle ich auch gerne weil sie immer einen umfangreichen Katalog heimschicken und auch tolle Wohnaccessoires haben. Aber ganz können sie mit Exlibris nicht mithalten. Dennoch eine gute Empfehlung.

Auf Platz 3 findet sich books.ch, der Online Shop vom Orell Füssli Verlag. Der Preis ist schon mehr als 6 Franken teurer als Exlibris. Allgemein bestelle ich dort fast nie etwas und auch in die Läden gehe ich selten.

Platz 4 heisst fast gleich wie Platz 3. Buch.ch. Auch wenn ich dort sogar noch Gutscheine hätte, der Preis ist für mich einfach horrend. Krass wieviel sich solche Preise unterscheiden können. Solche Seiten laden nicht wirklich zum Lesen ein, im Gegenteil.


Natürlich würde ich für dieses tolle Buch auch den höchsten Preis zahlen, aber das muss wirklich nicht sein.


Amazon habe ich auch hinzugezogen, hier allerdings wegem dem Euro-Preis weggelassen. Rechne ich diesen allerdings um (15 Euro) komme ich auf 18.95 Schweizerfranken, was dann Rang 2 in meiner Wertung wäre und somit hat es keinen grossen Einfluss auf mich. Kommt noch dazu, dass der Versand durch halb Europa irgendwie nicht sein muss.

Ich muss am Schluss noch bemerken, dass als Verlegerin und Autorin die Buchpreisbindung vielleicht mehr Vorteile hat, denn als Leserin. Ich verstehe durchaus, dass jedes Werk seinen Preis hat und darin viel Arbeit steckt. Doch aktuell bin ich 25, frisch Mama, frisch Selbständige und lese unglaublich viel. Das geht leider ganz schön ins Geld – der Grund weshalb ich Preise vergleiche oder auch gebrauchte Bücher kaufe.

Und ihr? Wo kauft ihr eure Bücher? Ich bin gespannt!

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