[Interview] Autorin Amanda Frost

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Per Zufall durfte ich vor einer ganzen Weile Amanda Frosts Debütroman „Gib mir meinen Stern zurück“ rezensieren und habe mich dabei sehr in ihre fantastische Welt und die humorvoll, leichte Schreibweise verliebt.  Nun ist bereits Buch Nummer elf aus ihrer Feder erschienen und ich warte sehnsüchtig darauf, herauszufinden was sie noch auf Lager hat. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, habe ich mit Amanda ein Interview geführt, in dem sie übers Schreiben und über ihre Werke gesprochen hat. An dieser Stelle herzlichen Dank Amanda! Für mich ist diese Autorin ein grosses Vorbild, einfach weil sie dermassen vielseitig ist und gleichzeitig alles rund um ihre Bücher selbst in die Hand genommen hat. Einfach toll.


Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? In welchem Alter hast du damit angefangen?
Angefangen mit dem Schreiben habe ich vor einigen Jahren in der Industrie. Als ich durch Zufall in einer Marketingabteilung landete, die für interne Zeitschriften Reportagen verfasste. Das Schreiben hat mir damals einen solchen Spaß bereitet, dass ich einfach nicht mehr davon losgekommen bin.

Wann kam dir zum ersten Mal der Gedanke, ein Buch tatsächlich zu veröffentlichen?
Als ich das erste selbst geschriebene Manuskript in der Hand hielt. Es hatte tatsächlich Hand und Fuß, obendrein waren meine Testleser begeistert. So traf ich die Entscheidung, es zu veröffentlichen.

Wie lange arbeitest du im Durchschnitt an deinen Büchern?
Ca. 6 Monate (inkl. Lektorat und Korrektorat)

Woher kommt die Inspiration für lustige Mondbärchen und sexy Ausserirdische?
Die sexy Außerirdischen waren das Ergebnis eines Brainstormings mit Freunden. Eine originelle Idee musste her, und das kam dabei heraus.
Die Tiere, die in meinen Büchern auftauchen, habe ich mir im Großen und Ganzen selbst ausgedacht. Wohingegen der Schöpfer einiger durchgeknallter Elektrogeräte aus Teil 2 mein Mann war.

Welchen Beruf hast du ursprünglich erlernt?
Meine Ausbildungen sind sehr breit gestreut, da ich mich nie so recht entscheiden konnte, wo meine Interessen liegen. Angefangen habe ich mit Betriebswirtschaft, Außenwirtschaft und Marketing. Dann kam Übersetzerin hinzu. Und letztendlich bin ich noch in den technischen Bereich eingestiegen, und habe Produktions- und Materialwirtschaft studiert.

Hast du schon Pläne für nach der Siria-Trilogie?
Ja, ich habe mehrere angefangene Manuskripte in der Schublade liegen, habe mich jetzt aber entschieden, vorerst mal dem Fantasy-Bereich treu zu bleiben. Es wird eine weitere Serie geben (dieses Mal vermutlich ein Zweiteiler). Ähnlich wie die Siria-Trilogie: fantastisch, humorvoll, erotisch, vorwiegend für Frauen. Allerdings werden die Außerirdischen durch andere Fantasywesen abgelöst. Und nein, es werden keine Vampire, Werwölfe oder Gestaltenwandler sein. Genaueres wird noch nicht verraten. Der erste Teil wird auf jeden Fall  noch in diesem Jahr erscheinen.

Hättest du den großen Erfolg von Siria erwartet?
Nein, damit war eigentlich nicht zu rechnen. Aber ich habe durch Zufall ein paar tolle Blogger gefunden, die auf das erste Buch aufmerksam gemacht haben. Ohne die Hilfe dieser Blogs wären meine Bücher vermutlich nie so bekannt worden. Vielen Dank noch einmal an alle, die mir auf diesem Weg geholfen haben.

Warum hast du dich entschieden, Selbstverlegerin zu werden?
Die Zusammenarbeit mit einem kleinen Verlag erschien mir nicht sehr erfolgsversprechend, und die großen Verlage haben sich geweigert, meine Bücher in der jetzigen Form zu verlegen. Frauen und Außerirdische war für sie ein No-go. Also habe ich es allein gemacht.

Wie sieht der Weg von deinen Büchern aus dem Büro bis ins Bücherregal aus?
Sobald sie geschrieben, lektoriert und Korrektur gelesen sind, und auch das Cover erstellt ist, lade ich sie als E-Book hoch. Und während sich das E-Book schon kräftig verkauft, formatiere ich die Printausgabe und lasse sie bei Create Space drucken. Sobald ich das gedruckte Buch geprüft habe, wird es freigegeben und kann ins Bücherregal wandern.

Was sagst du den Leuten, die Vorurteile gegenüber Selbstverlegern haben?
Man muss sich doch nur die Amazoncharts ansehen, dann weiß man, dass Bücher von Selfpublishern längst den Markt erobert haben. Die Qualität vieler selbstverlegter Bücher ist mindestens genauso gut wie die von den Verlagen. Natürlich gibt es auch ab und an Ausfälle, aber die gibt es leider überall, und der Markt reguliert sich dann meistens von alleine. Häufig fällt den Lesern gar nicht mehr auf, dass sie das Buch eines Selfpublishers gekauft haben. Und diejenigen, die aus Prinzip keine Bücher von Selfpublishern kaufen, werden in Zukunft auf viele gute Bücher verzichten müssen.


Seid ihr neugierig geworden?
Hier kommt ihr zur Webseite von Amanda Frost.
Und natürlich freut sie sich auch über ein Facebook-Like!

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