3 Gründe warum ich schreibe

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Manchmal, wenn es wieder viel zu mühsam ist und ich mitten in einer Geschichte feststecke, stelle ich mir die Frage, warum ich denn überhaupt noch schreibe. Dies ist keineswegs verstimmt oder resigniert gemeint, sondern tatsächlich ist es beim Schreiben wie bei allen Aufgaben des Lebens wichtig, zu wissen, warum man etwas tut. Ohne Antriebsmotor und ohne Motivation tut man das Meiste nur halb so gut und nur halb so gern und deswegen möchte ich jetzt mit euch teilen, warum ich schreibe. Damit ihr diese Punkte durchlesen könnt, wenn es euch mal wieder an Power fehlt und damit ich mich daran erinnern kann, wenn mal wieder kein einziges gescheites Wort aus meinen Fingern fliessen möchte.
Die andere Welt ist so wie ich es will und das ist besser als unsere Welt
Achtung, diesen Punkt erachte ich durchaus in gewissem Masse als verhängnisvoll für viele Menschen, die mit einer lebendigen Fantasie gesegnet sind. Wir Schreiberlinge erfunden und entwickeln Welten und spielen Gott für Dinge, die wir im normalen Alltag nicht beeinflussen können. Wir schicken Charaktere in den Tod, zerstören ganze Länder oder aber erschaffen den ewigen Frieden und die ewige Liebe, ganz abhängig von unserer aktuellen Stimmung. Zum Feierabend also mal in eine Welt ohne nervige Chefs oder mörderische Deadlines zu entfliehen, hat etwas sehr reizvolles. Auch ich schreibe deswegen, weil ich schon immer gerne selbst Chef gespielt habe. Es gelingt mir jedoch sehr gut, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben, während der Kopf irgendwo in den Wolken steckt. Zu sehr bin ich Realistin, als dass ich mich komplett in einer Fantasywelt verlieren könnte, so gern ich das auch manchmal tun würde.
Gedanken loszulassen ist unglaublich heilsam und befreiend
Manchmal schliesst man den Tag ab und hat eine gefühlte Million offener Pendenzen eine unglaubliche Gedankenvielfalt im Kopf. Das Karussell lässt sich jeweils kaum stoppen und schlafen scheint fast undenkbar. Während andere joggen gehen, mag ich es ganz gerne, einfach eine Weile zu schreiben. Auch wenn sich das Geschreibsel um etwas komplett anderes dreht als um das was mich noch beschäftigt, rücken Gedanken langsam in den Hintergrund und verblassen. Diese Art und Weise kann jedoch genau so gut in einer Sackgasse enden, also aufgepasst: Wenn die Gedanken noch zu stark mit ‚weltlichen‘ Dingen beschäftigt sind, kommt kein Wort aufs Papier und das ganze Experiment kann in einer dicken Schreibblockade enden. Deswegen besser vor dem Schreiben zu einem Tagebuch greifen und einige Gedanken loswerden. Ich persönlich kann super abschalten beim Schreiben, aber da geht es keineswegs allen gleich.
Geschichten machen Menschen glücklich
Ich muss sagen, dieser Grund ist für mich das stärkste Zugpferd, wenn es darum geht, mich auf meinen Hintern zu setzen und einfach zu schreiben. Schon seit ich ein kleines Mädchen war, liebe ich Geschichten und es gibt nichts Schöneres, als welche erzählt zu bekommen, während man sich Abends entspannt. Aus diesem Grund bin ich auch gerne mit Menschen aus anderen Generationen und Kulturen zusammen. Doch schon früh habe ich entdeckt, dass ich selbst ein Faible dafür habe, andere Menschen mit meinen Geschichten zu unterhalten. Wenn wir ‚Werwolf‘ spielen, bin immer ich diejenige, die eine Geschichte ausdenkt und erzählt und das macht mir noch viel mehr Spass als Teil des richtigen Spieles zu sein. Deswegen schreibe ich auch immer weiter an meinen Geschichten, weil es mir so unglaublich wichtig ist, die Freude weiterzugeben, die mir eine gute Geschichte macht. Ohne diese Motivation und sei es nur aus meinem Umfeld, hätte ich das Schreiben längst an den Nagel gehängt.
Warum schreibt ihr meine lieben Leser? Was schreibt ihr? Und wie kommt ihr damit voran? Wenn es bei euch noch nicht so rund läuft oder ihr vielleicht noch unsicher seid, wie ihr am Besten starten sollt, ist vielleicht mein Romanworkshop etwas für euch?
Wie gefällt euch der Einblick in meine Schreibstube? Hättet ihr gerne mehr davon oder sollte ich lieber erst den fertigen Roman herausrücken? Ich freue mich immer über konstruktives Feedback und Kritik und Kommentare und bedanke mich an dieser Stelle bereits jetzt dafür.
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